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Fr, 28.Oktober // 19:30 - 21:00

EIN WALDSPAZIERGANG

AUSGEZEICHNET MIT DEM MONICA BLEIBTREU PREIS (Publikumspreis)

EIN WALDSPAZIERGANG

Von Lee Blessing

Mit Stefan Müller-Doriat und  Udo Rau 

Regie und Bearbeitung: Dieter Nelle

Bühne und Kostüme: Stefan Morgenstern

»›Ein Waldspaziergang‹ ist rasant und spannend. Voller Humor und bitterer Ernsthaftigkeit liefern sich die Männer ein hitziges Wortgefecht. Der Mensch habe die Macht zur totalen Zerstörung – oder zur Bewahrung des Friedens. Dahinter steht das Prinzip Hoffnung, so die Botschaft.

[…] Das Setting ist ein Wald am Genfer See, Anfang der achtziger Jahre, Kalter Krieg. Zwei Männer im Anzug treffen sich im Spätsommer, der russische Unterhändler Botwinnik und sein US-amerikanischer Kollege Honeyman, die in Abrüstungsverhandlungen stehen. Es geht um nichts weniger als die Zukunft des Planeten. Jenseits des runden Tisches wollen sie zu einer Lösung kommen: Wo ginge das besser als in der Natur?

Frische Luft, Blick auf die Berge, raus aus dem stickigen Verhandlungszimmer. Wer wird seine Position verlassen? ›Ein Waldspaziergang‹, das Zwei-Personenstück des US-amerikanischen Dramatikers Lee Blessing aus dem Jahr 1987, hatte am 14. Februar 2020 unter langem Applaus im Stuttgarter Forum Theater seine Premiere gefeiert. […] Der Regisseur Dieter Nelle zeigt, wie schmal der Grat zwischen politischer Freundschaft und Feindschaft sein kann. […]«
StZ, 14.02.2020

»Die vier sehenswertesten Privattheater-Produktionen Deutschlands aus der Saison 2019/ 2020 kommen aus Berlin, München, Stuttgart und Hamburg. Am Sonntagabend, den 20. Juni 2021, wurden sie in den Hamburger Kammerspielen für ihre Leistungen mit dem Monica-Bleibtreu-Preis ausgezeichnet.

Der PUBLIKUMSPREIS der PRIVATTHEATERTAGE 2021  ging an „Ein Waldspaziergang“ von Lee Blessing in der Regie von Dieter Nelle. Das Forum Theater Stuttgart konnte mit dieser Produktion die meisten Zuschauerstimmen für sich gewinnen. Der Publikumspreis wurde von Rüdiger Kruse (CDU), Mitglied des Deutschen Bundestages und Ermöglicher der bundesweiten Privattheatertage, überreicht.

Nach einem Jahre Wartezeit hat man ein Aufatmen sowohl auf der Bühne, als auch im Zuschauerraum gespürt, dass alle sehr verbunden hat. Die eingeladenen Theater haben Stücke auf hohem Niveau hervorgezaubert, die z.T. über 1 ½ Jahre eigelagert waren. Es war ein Festival der besonderen Umstände, das uns alle noch einmal mehr zusammengeschweißt hat! Wir schauen jetzt noch einmal mehr gestärkt und positiv in die Zukunft!“ resümiert Axel Schneider der Initiator der Privattheatertage.«

Wortgefechte um des Friedens willen

Der Russe, der Amerikaner, die Abrüstung und das Prinzip Hoffnung: Dieter Nelle bringt das spannende Konversationsstück „Ein Waldspaziergang“ ins Stuttgarter Forum-Theater.

Stuttgart – Ein Baumstamm, ein Mülleimer, eine Holzbank. Lange Säulen hängen von der Decke und enden kurz vorm Boden, als wollten, aber könnten sie ihn nicht erreichen. Aus dem Off tönt eine politische Rede, dann Jodeln. Das Setting ist ein Wald am Genfer See, Anfang der achtziger Jahre, Kalter Krieg. Zwei Männer im Anzug treffen sich im Spätsommer, der russische Unterhändler Botwinnik und sein US-amerikanischer Kollege Honeyman, die in Abrüstungsverhandlungen stehen. Es geht um nichts weniger als die Zukunft des Planeten. Jenseits des runden Tisches wollen sie zu einer Lösung kommen: Wo ginge das besser als in der Natur? Frische Luft, Blick auf die Berge, raus aus dem stickigen Verhandlungszimmer. Wer wird seine Position verlassen? Und was hat Willie Nelson damit zu tun?

„Ein Waldspaziergang“, das Zwei-Personenstück des US-amerikanischen Dramatikers Lee Blessing aus dem Jahr 1987, hat am Donnerstag unter langem Applaus im Stuttgarter Forum-Theater seine Premiere gefeiert. „Nachdem Trump 2019 die Abrüstungsverträge mit Russland aufgekündigt hat, ist das Stück wieder unglaublich aktuell“, sagt Elke Woitinas, die Intendantin des Hauses. Der Regisseur Dieter Nelle zeigt darin, wie schmal der Grat zwischen politischer Freundschaft und Feindschaft sein kann. Das Stück beruht auf dem wahren Treffen der Nato-Unterhändler Paul H. Nitze und Julij Kwizinskij 1982, die damals den Kompromiss aushandelten, auf beiden Seiten ihr Arsenal an taktischen Atomwaffen auf 75 Stück zu beschränken, was jedoch nie zustande kam.

  Willie Nelson als Brückenbauer

„Lass uns Freunde sein“, sagt Botwinnik, eloquent und listig gespielt von Udo Rau. „Freunde? Wir sind nicht hier, um Freundschaft zu schließen“, entgegnet Stefan Müller-Doriat alias Honeyman aufbrausend. Nelle zeigt, wie eine Politik der Verhandlung zwischen Freunden Feindschaft überwindet. Eine Utopie?

„Ein Waldspaziergang“ ist rasant und spannend. Voller Humor und bitterer Ernsthaftigkeit liefern sich die Männer ein hitziges Wortgefecht. Der Mensch habe die Macht zur totalen Zerstörung – oder zur Bewahrung des Friedens. Dahinter steht das Prinzip Hoffnung, so die Botschaft. „Nervenkitzel“ nennt Botwinnik das. Und Willie Nelson? Beide Männer mögen den Countrysänger, und so stehen sie einmal da und singen: „Blue Eyes crying in the Rain, when we kissed Goodbye and parted, I knew we’d never meet again“.

Von Swantje Kubillus, Stuttgarter Zeitung, 14. Februar 2020 

Eintritt:
Verdienende: EUR 18,-
Ermäßigt: EUR 16,-
Hintere Plätze: EUR 7,-

Im Online-Verkauf: Eintrittspreis zzgl. Vorverkaufsgebühr. Weitere Informationen zum Thema Tickets finden Sie unter diesem Link.

Karten für „Hintere Plätze“ können ausschließlich telefonisch über das Kartenbüro (0711 44 00 749 99) reserviert werden. 

Wiederaufnahme 

Do, 27.10.2022, 19.30 Uhr  

Fr, 28.10.2022, 19.30 Uhr  

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