Die Wette

Die Wette

In dem Musical ›Der Mann von La Mancha‹ hatten Lisa Scheibe, Maarten Güppertz und Oliver Prechtl mindestens so viel Spaß an der Sache wie das Publikum. Darum haben sie sich noch einmal zusammengefunden um uns einen weiteren musikalisch-witzigen und anrührenden Abend zu bieten.
Sie erzählen uns die Geschichte von Lisa, die machen will, was sie will, aber nicht alles kann, vor allen Dingen nicht Hochdeutsch. Sie trifft auf einen der Phonetik und somit dem Hochdeutschen bedingungslos verpflichteten Sprachforscher. Dieser wettet, dass er dieses »verluderte und verlotterte Mädchen, diese fleischgewordene Beleidigung der Muttersprache« in 6 Wochen zu einer Dame, mit einwandfreier Aussprache machen kann. Schafft er das? Und wenn, wird Lisa es ihm danken?
Diese kleine musikalische Miniatur schwebt – wie ein leichter Sommerwind – auf Melodien aus ›My fair Lady‹ daher.

»Die Geschichte vom Blumenmädchen Eliza Doolittle, die der Phonetiker Henry Higgins als sein sprachliches Kunstprodukt dressiert, ist allseits bekannt, vor allem wegen der Musicalfassung. Auch wenn sich die Ohrwürmer vom ›My fair Lady‹ beschwingt durch das Stück ziehen – die Inszenierung im Forum Theater geht zurück zu den Wurzeln, die in Shaws Text von 1912 liegen. Mit dem Titel ›Die Wette‹ macht Barbara Stoll klar, dass sie den Schwerpunkt auf die Emanzipationsgeschichte einer Frau legt, die allein unter Männern ist. Denn ›Die Wette‹, das ist ein Männerpakt. Higgins’ Objekt der Begierde ist Eliza, um deren sprachliche Politur er mit seinem Freund Oberst Pickering schachert. […] Statt wie in den meisten deutschen Aufführungen zu berlinern, schwätzt Lisa Doolittle (wunderbar und wandlungsfähig: Lisa Scheibe) ein Ostalb-Idiom, wie ihr der Schnabel gewachsen ist. […] Mit eleganter Pedanterie gibt Maarten Güppertz einen großartigen Henry Higgins. […] Als beflissener Oberst Pickering ist Oliver Prechtl ideal besetzt, zumal er bei den Gesangseinlagen souverän Klavier spielt. […] Charmante Unterhaltung.« Kultur, Juli 07

»Scheibes und Güppertz’ Talente für Situationskomik halten die Messlatte des Vergnügens mit einem Champagnerschuss Melancholie hoch.« StN, 12.6.07