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10. Januar 2018 // 19:30 - 21. Januar 2018 // 18:00

Hamlet

Von William Shakespeare
Mit Theresa Berlage, Schirin Brendel, Martina Guse,
Laura Kaiser, Lieko Schulze und Michael Ransburg
Regie: Dieter Nelle
Bühne und Kostüme: Hannes Hartmann und Leonie Mohr

Aufführungsdauer:
ca. 3h 15 Minuten inkl. Pause.

Hamlet hat zur Zeit Luthers in Wittenberg studiert. Er kommt direkt aus einer Studentenrevolte an den
Hof von Dänemark. Kaum angekommen, erscheint ihm sein verstorbener Vater als Geist und eröffnet ihm,
dass er ermordet worden sei. Er fordert den Sohn auf, ihn zu rächen. Das ist ganz klar ein patriarchalisches
Grundmuster. Indem Hamlet die Welt der Väter auf ihre Rechtmäßigkeit befragt, zerstört er zugleich die
Frauen.
Wir stellen Hamlet ins Zentrum des Stückes. Um ihn herum werden alle Rollen von Frauen gespielt. Sie erzeugen und spielen ein männliches System, das sie selbst marginalisieren will.
Shakespeares Hamlet ist ein verstörend komplexes Drama. Es geht um die Macht eines Systems, dem man kaum entkommen
kann. Es geht um selbstbestimmtes Handeln, um den Verlust der Liebe, um Verrat. In kaum einem anderen Stück ist die Radikalität des Denkens der Radikalität des notwendigen Handelns so stark gegenübergestellt.

Das Drama gilt als neuzeitlich schlechthin, weil dem Denken und der Selbstbestimmung als Individuum eine zentrale Bedeutung zukommt.

 

Ist Ham­let ver­rückt, oder tut er nur so?
In der „Ham­let“-In­sze­nie­rung des Fo­rum-Thea­ters spie­len fast nur Frau­en.

Cord Beint­mann

Die Büh­ne liegt im Däm­mer­licht, von der De­cke hängt ei­ne gro­ße zy­lin­dri­sche Form aus lan­gen Fä­den, so­dass ein Au­ßen- und ein In­nen­raum ent­steht. Die Schau­spie­ler schlüp­fen durch die Wand aus Schnü­ren, die im­mer wie­der auf- und zu­ge­zo­gen wird. So ge­lingt es, den Ab­lauf des düs­te­ren Shake­speare-Dra­mas „Ham­let“ räum­lich zu struk­tu­rie­ren. Es ist ein rät­sel­haf­tes Stück, of­fen für di­ver­se In­ter­pre­ta­tio­nen. Im Fo­rum-Thea­ter spielt Mi­cha­el Rans­burg den Dä­nen-Prin­zen, fünf Frau­en sind die Dar­stel­le­rin­nen al­ler an­de­ren weib­li­chen und männ­li­chen Fi­gu­ren.

Dem Re­gis­seur Die­ter Nel­le geht es um Au­to­ri­täts­kon­flik­te und Macht­struk­tu­ren, da­her möch­te er die männ­li­chen Prot­ago­nis­ten in ih­rer so­zia­len Ge­schlechts­zu­ge­hö­rig­keit zei­gen. Das klappt vor­züg­lich.
 
Schi­rin Bren­del ver­kör­pert ei­nen selbst­ge­fäl­li­gen Kö­nig Clau­di­us, Mar­ti­na Gu­se ist ein au­to­ri­tär dröh­nen­der Po­lo­ni­us, The­re­sa Ber­la­ge spielt Po­lo­ni­us’ Sohn La­er­tes als hys­te­ri­schen Ma­cho.[…]
 
Mi­cha­el Rans­burg trägt die In­sze­nie­rung mit gro­ßer Prä­senz. Er ist ein wand­lungs­fä­hi­ger Dar­stel­ler, mal Grüb­ler, mal Phi­lo­soph, dann auf ein­mal der nass­for­sche Laut­spre­cher. Mit ei­nem Bein steht Ham­let noch in ei­ner vor­mo­der­nen Welt der un­hin­ter­frag­ten Au­to­ri­tä­ten, mit dem an­de­ren aber schon in der Mo­der­ne, als sen­si­bler Skep­ti­ker, und die­se Am­bi­va­lenz be­kommt Rans­burg gut hin.
 
Die­ter Nel­le hat den Ori­gi­nal­text re­du­ziert und bra­vou­rös in ein Ge­gen­warts­deutsch über­tra­gen. Die Kos­tü­me von Han­nes Hart­mann und Leo­nie Mohr (Aus­stat­tung) sind mo­dern an­ge­legt. Es ist reiz­voll, die Schau­spie­le­rin­nen je nach weib­li­cher oder männ­li­cher Rol­le in un­ter­schied­li­cher Ge­wan­dung zu se­hen. […]
 
Nel­le schafft es, die Sze­nen span­nend zu hal­ten. Im­mer wie­der ge­lingt ihm ei­ne fas­zi­nie­ren­de Ver­dich­tung, et­wa wenn Ham­let und Ophe­lia (Lie­ko Schul­ze) sich ein irr­sin­ni­ges Wort­ge­fecht lie­fern.

Das Stück bleibt selt­sam rät­sel­haft.                                                                                           StZ, 07.10.2017

Preise:

Verdienende 18,- €
Rentner 16,-
Ermäßigt 13,- €
Hintere Plätze 7,- €

Details

Start : 10. Januar 2018 // 19:30
End : 21. Januar 2018 // 18:00
Cost : 18€
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Venue Name : Forum Theater
Address : Gymnasiumstraße 21
Stuttgart, 70173 Deutschland

+ Google Karte
Phone : 0711/4400749-99

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Hamlet; am Mi, 10.01.18 um 19.30 Uhr18,00 
Hamlet; am Fr, 12.01.18 um 19.30 Uhr18,00 
Hamlet; am Sa, 13.01.18 um 19.30 Uhr18,00 
Hamlet; am So, 14.01.18 um 18.00 Uhr18,00 
Hamlet; am Do, 18.01.18 um 19.30 Uhr18,00 
Hamlet; am Fr, 19.01.18 um 19.30 Uhr18,00 
Hamlet; am Sa, 20.01.18 um 19.30 Uhr18,00 
Hamlet; am So, 21.01.18 um 18.00 Uhr18,00