2012 - Der Irrtum des Architekten

THEaterMAcher 21

2012 - Der Irrtum des Architekten

von Utha Mahler
und Manuel Jendry
Regie: Utha Mahler
Bühne: Sabrina Raff
und Catrin Brendel
Kostüme: Catrin Brendel
Mit Angela Neis, Daniela Pöllmann,
Ute v. Stockert, Heiner Heusinger
und Manuel Jendry


Endlich ist es soweit: Tausende von Menschen sind dabei, Politiker, Stars, VIPs, um in Stuttgart die Eröffnung des ambitionierten Untertunnelungsprojekts ›20/12‹ begeistert zu feiern.
Es ist ein sonniger, warmer Tag Ende Dezember 2012.
Plötzlich passieren im angeblich sichersten Bauprojekt der Welt Unfälle, die niemand sich so recht erklären kann, und keiner ahnt, dass in ein paar Stunden ein flammendes Inferno ausbrechen wird. Oder doch? Die Politiker stehlen sich aus der Verantwortung und ziehen sich mit einer auserwählten Elite an einen sicheren Ort zurück. Aber gibt es den überhaupt noch?
In ›2012 - Der Irrtum des Architekten‹ geht es um Liebe und Sehnsucht, Geld und Intrige, Verrat und eingefahrene Machtstrukturen - und auch um Mut und Rebellion und die Erfahrung einer neuen Dimension. Genau so, wie es die Maya vor Urzeiten für 2012 vorhergesagt haben.

Bei dieser Produktion erhalten Bonuscard-Inhaber freien Eintritt.

Preise:
Verdienende 15,- €
Rentner 13,- €
Ermäßigt 11,- €
Hintere Plätze 5,- €

»Utha Mahler und Manuel Jendry von der Gruppe THEaterMAcher 21 haben ein Stück geschrieben und inszeniert, das sich mit Stuttgart 21 auseinandersetzt, ohne einseitig abzurechnen. [...] Die Inszenierung im Forum Theater (die ausverkaufte Premiere vor 200 Besuchern war am Donnerstag) zeigt mit den Mitteln des Boulevardtheaters die Nickligkeiten, aufgrund derer solche Vorhaben scheitern. Heiner Heusinger denkt als Ministerpräsident an seine Karriere, auch Daniela Pöllmann und Ute von Stockert als Sicherheitsangestellte hoffen auf persönliche Vorteile. Technisch aufwendig werden Filmausschnitte eingeblendet und runden die ereignisreiche Inszenierung ab.« StN, 06.02.10

»Das Stück, das seit Donnerstag im Forum Theater zu sehen ist, macht sich das Bahnprojekt, das die Menschen aus der Region umtreibt, zum zentralen Thema. Darin lassen sich im Jahr 2012 der Ministerpräsident Kurt von Hagen, gespielt von Heiner Heusinger, und sein Architekt Tom Schömberg (Manuel Jendry) feiern. Denn sie haben trotz aller Proteste ihr persönliches Projekt verwirklicht und den Schienen- und Straßenverkehr komplett unter die Stadt Stuttgart verlegt. Doch selbstherrlich und mit geballter Ignoranz steuern sie dem Untergang entgegen. Und stehen sich bald selbst in spannenden Momenten gegenüber, in denen das Publikum prompt den Atem anhält. Nicht zuletzt, weil Heiner Heusinger in der Rolle des Ministerpräsidenten ein imposanter Auftritt gelingt.« StZ, 06.02.10

»Utha Mahler führt Regie in diesem parabelhaften Spiel, das sich auf mehreren Ebenen auf der Bühne entfaltet. Die Security etwas unterhalb, das traute Heim des Architekten links auf Normalnull und darüber thronend der Ministerpräsident auf seinem Amtssessel. So entwickelt sich ein dynamisches Spiel, das es klug vermeidet, allzu plump die Parallelen zum realen Projekt Stuttgart 21 zu ziehen. Vielmehr arbeitet es bewußt mit Übertreibungen, mit Vergrößerungen und Stereotypen.
So gelingt es, auf fesselnde Weise die fundamentale Kritik am - von der Politik gegen alle Bedenken und Widerstände durchgedrückten - Prestigeprojekt zu artikulieren.« Ludwigsburger Kreiszeitung, 08.02.10