Der kleine Prinz

Forum Theater

Der kleine Prinz

von Antoine de Saint-Exupéry

Regie: Dieter Nelle
Ausstattung: Marie Freihofer
Mit Martina Guse, Lieko Schulze
und Stefan Maaß

Übersetzung:
Hans Magnus Enzensberger
Bühnenfassung:
Martin Chlupka




Das ist die Geschichte eines Jungen, der sterben wird und es ist die Geschichte eines Mannes, dem ein Kind stirbt, das er liebt, die Geschichte einer tiefen Freundschaft, wie man sie nur selten im Leben erlebt.


Der Kleine Prinz ist vom Himmel gefallen. Er kommt vom Planeten B 612. - Und der Beweis, dass es den kleinen Prinzen wirklich gab, besteht darin, dass er entzückend war, dass er lachte und dass er ein Schaf haben wollte. Darüber hinaus hat er sich mit seiner Liebsten, der Rose, gestritten und musste mal fort. Nachdem er seinen Planeten, der etwa so groß ist wie ein Haus, gründlich geputzt hat, macht er sich auf den Weg.
Die Reise des kleinen Prinzen führt ihn zu sieben Planeten, zuletzt auf die Erde, wo er in der Wüste auf einen abgestürzten Piloten trifft, der versucht, sein Flugzeug zu reparieren. Der Pilot will zurück nach Frankreich, der kleine Prinz zurück zu seiner Rose. Aber wie kann das gehen?
Die lange Reise des kleinen Prinzen, die ihn schließlich durch den Tod hindurch wieder zu seiner geliebten Rose zurückbringt, gehört zu den großen Geschichten der Weltliteratur, die von der Eindringlichkeit ihrer Bilder lebt und bis heute nichts von ihrer Faszination eingebüßt hat.

Aufführungen:
Donnerstag, 25.06., 20.00 Uhr
Freitag, 26.06., 20.00 Uhr
Samstag, 27.06., 20.00 Uhr
Sonntag, 28.06., 18.00 Uhr
Preise:
Verdienende 16,- €
Rentner 14,- €
Ermäßigt 12,- €
Kinder bis 12 J. 9,- €
Hintere Plätze 7,- €

»Im Forum-Theater ist jetzt die 2015 entstandene Bühnenfassung des Textes von Martin Chlupka in der Übersetzung Hans Magnus Enzensbergers zu sehen. Die Bühne hat Marie Freihofer so schlicht wie sprechend gestaltet. Drei Wände aus durchsichtigem Stoff umgrenzen einen Raum im Raum. Sie haben schlitzartige Öffnungen, durch die die Akteure schlüpfen. Es entsteht der Eindruck von Transzendenz, und immerhin kommt ja der kleine Prinz aus einer ganz anderen Welt, von einem klitzekleinen Planeten, auf die Erde. Er landet in der Wüste und trifft auf einen Flieger, der gerade eine Bruchlandung hingelegt hat. Der kleine Prinz nimmt sich des Bruchpiloten an und konfrontiert ihn mit einer höchst eigenwilligen Weltsicht.«
»In Erzähl und in experimentell wirkenden Spielszenen wird die Botschaft des Piloten und Autors Antoine de SaintExupéry ins Publikum getragen: Vertrau dem Leben, mach dir den Menschen zum Freund! Symbolfigur ist der kleine Prinz. Lieko Schulze spielt ihn in prachtvollgrünem Jäckchen und mit selbst gebastelter Krone kindhaft-neugierig und doch schlau. Martina Guse und Stefan Maaß interpretieren die übrigen Protagonisten und bezaubern durch Empathie und ironische Brechungen. Guse ist großartig, wenn sie mit papierener Halskrause der Rolle der dem kleinen Prinzen vertrauten Blume die perfekte Persiflage über ein narzisstisches Wesen gibt, das nur geliebt sein will. […] In bester Absicht ein bisschen altmodisch, wunderbar melancholisch, humorvoll und anrührend inszeniert Dieter Nelle Saint Exupérys Vermächtnis. Die Welt zu zähmen, um sie entdecken zu können, heißt hier zu vertrauen. Heißt, Wesen, die man liebt, auch wieder ziehen zu lassen. Und so darf auch das Publikum zum traurigen Schluss dieser wundervollen Parabel gemeinsam mit Stefan Maaß den Abschied vom kleinen Prinzen betrauern.«
Stuttgarter Nachrichten, 22.06.15