
Jugendspielclub Forum Theater
ZeitLos
Regie: Susanne Heigl
»Zeit ist Geld« - wie sähe unsere Welt aus, wenn dieser Satz wörtlich zu nehmen wäre? Dann wäre der Unterschied zwischen Arm und Reich der zwischen Menschen, die wenig und solchen, die viel Zeit hätten. Und diejenigen, die finden, daß alle gleich viel Zeit haben sollten, würden wahrscheinlich genau so in die extremistische Ecke gedrängt werden, wie jene, die in unserer Gesellschaft das Geld gleich verteilen wollen. Statt dessen würde man den Ärmsten helfen, ihre Zeit besser zu nutzen, es gäbe also ein zentral gesteuertes Zeitmanagement für Bedürftige, deren Leben im Takt eines lückenlosen Stundenplanes verliefe. Sie hätten weniger vom Leben, weil sie weniger Lebenszeit haben und darüber auch nicht mehr frei verfügen dürfen. Freizeit wäre buchstäblich dasselbe wie Freiheit.
In dieser Welt - die von der unseren gar nicht so sehr verschieden ist - kommt es eines Tages zum Aufstand jener Kinder, die am meisten unter der ungleichen Verteilung der Zeit leiden, weil ihre Eltern keine für sie übrig haben. Wie Büchners Leonce wollen sie »alle Uhren zerschlagen, alle Kalender verbieten und zählen Stunden und Monden nur nach der Blumenuhr, nur nach Blüte und Frucht«. Aber ist die Verbindlichkeit der Zeit wirklich nur eine Fessel? Wäre Zeitlosigkeit eine Erlösung oder nicht lediglich ein Chaos, in dem die Menschen genau so wenig sie selbst sein können wie im Korsett eines durchgetakteten Lebens?
Aufführungen: Premiere: Mittwoch, 17.07., 20.00 Uhr Vorbestellen Donnerstag, 18.07., 20.00 Uhr Vorbestellen Freitag, 19.07., 20.00 Uhr Vorbestellen Samstag, 20.07., 20.00 Uhr Vorbestellen Sonntag, 21.07., 19.00 Uhr Vorbestellen
| Preise: Verdienende 12,- € Rentner 10,- € Ermäßigt 8,- € Hintere Plätze 6,- €
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